Ennio Morricone im Fimmuseum

Diese Woche startet eine große Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum über Musik Maestro Ennio Morricone. Wir haben unsere Highlights ins Auge gefasst und ihr könnt mit Flip the Truck ins Kino.

Ennio Morricone (1928-2020) zählt zu den größten Komponierenden der Filmgeschichte. Seine musikalischen Themen zu Western Filmen sind derart ikonisch, dass wahrscheinlich mehr Personen die Musik kennen, als die zugehörigen Filme gesehen haben. Vom 13.1. bis 3. März könnt ihr im Österreichischen Filmmuseum großartige Klassiker sichten, bei denen der oscarprämierte Komponist beteiligt war. Wir haben das Programm durchgeschaut und unsere Tipps sortiert.

Aber nicht nur das. Mit Flip the Truck könnt ihr für 4 Filme Karten gewinnen. Details dazu gibt es in den kommenden Tagen. Wenn ihr die Verlosung auf keinen Fall verpassen wollt, dann ist jetzt eine perfekte Möglichkeit, euch bei unserem Newsletter Friends of Flip the Truck anzumelden.

Anmerkung:
Alle Spieltermine unterliegen natürlich möglichen Verschiebungen aufgrund der aktuellen Covid-Lage. Unsere Daumen bleiben gedrückt.

Die “Dollar-Trilogie”

Wie Edgar Wrights Cornetto Trilogie handelt es sich bei dieser Western Filmreihe weniger um eine durchgehende Geschichte, als um drei Filme, bei denen ein kreatives Team mehrmals zusammengearbeitet hat. Regisseur Sergio Leone inszenierte drei legendäre Western Klassiker mit dem enigmatischen Man ohne Namen (Clint Eastwood).

Die Music von Ennio Morricone für alle drei Teile ist ikonisch, aber vor allem das musikalische Thema von The Good, the Bad and the Ugly ist eine jener seltenen musikalischen Leistungen, die über den Film hinaus bekannt ist. Hört man dieses Thema hört man “diese Western Musik” und weiß vielleicht gar nicht mehr, woher sie kommt.

Für Patrick und Wolfgang haben diese Filme noch eine ganz andere, persönliche Bedeutung. Eastwoods Rolle, des Mann ohne Namens diente als Vorlage für Stephen King’s Lebenswerk Der Dunkle Turm. Und im Vergleich zur Dark Tower Verfilmung, die wir bekommen haben, empfehlen wir stattdessen das Original zu schauen und die Dollar Trilogie als beste Filmversion von Kings Revolvermann Roland zu sehen.

Spielzeiten:

Per un pugno di dollari / A Fistful of Dollars
Regie: Sergio Leone
Jahr: 1964

  • Do, 13.01.2022 17:00
  • Fr, 04.02.2022 21:00

Per qualche dollaro in più / For a Few Dollars More
Regie: Sergio Leone
Jahr: 1965

  • Do, 13.01.2022 19:30
  • Sa, 05.02.2022 21:00

Il buono, il brutto, il cattivo / The Good, the Bad and the Ugly
Regie: Sergio Leon
Jahr: 1966

  • Fr, 14.01.2022 19:00
  • Sa, 19.02.2022 17:30

Für The The Good, the Bad and the Ugly am 19.2. verlosen wir 2×2 Karten (mehr Infos gibt’s dann über unseren voll coolen, neuen, glänzenden Newsletter)

C’era una volta il West
(engl.: Once Upon a Time in the West)

Regie: Sergio Leone
Jahr: 1968

Noch einmal Western aber ohne Clint Eastwood, dafür mit genauso ikonischer Musik. Das Rachedrama Once Upon a Time in the West ist eine Meisterklasse im Spannungsaufbau, der sich bis zum Finale streckt und sich zum Großteil in den Augen der Protagonisten abspielt, die sich todernst niederstarren. Wohl kein anderer Film hat jemals so effektiv eine Mundharmonika verwendet.

  • Sa, 15.01.2022 19:00
  • Sa, 12.02.2022 17:30

Days of Heaven

Regie: Terrence Malick
Jahr: 1978

Wir freuen uns immer, über unseren eigenen Schatten zu springen und besonders bei Terrence Malick haben wir schon einige positive Überraschungen gehabt. Als Regisseur Adrian Goiginger bei uns zu Gast war, hat er uns sowohl A Hidden Life als auch The Thin Red Line näher gebracht und uns gezeigt, wie viel man bei den Filmen von Malick entdecken kann. Wenn wir also die Chance haben, einem weiteren Malick Film eine Chance zu geben (und er halb so kurz ist wie The Thin Red Line), dann nehmen wir diese natürlich gerne wahr.

  • Do, 27.01.2022 18:30
  • Fr, 28.01.2022 21:00

The Thing

Regie: John Carpenter
Jahr: 1982

Drei Viertel unseres Teams haben den Horror Klassiker The Thing erst letztes Jahr nachgeholt. Und wir sind wenig überraschend absolut begeistert von diesem gruselig grauslichen Film. Die praktischen Effekte von Rob Bottin suchen ihresgleichen, aber auch die Musik passt perfekt zum Gesamtbild. Im Podcast hat Michael sogar erwähnt, dass die Filmmusik auf der BluRay noch lange im Hintergrund gelaufen ist, nachdem er den Film fertig geschaut hat. Die düstere Stimmung, die Morricone hier erzeugt lief noch einige Zeit am Fernseher in Dauerschleife und verfolgt die Zusehenden noch lange.

  • Mo, 24.01.2022 21:00
  • Fr, 18.02.2022 18:30

Für The Thing am 18.2. verlosen wir 2×2 Karten (mehr Infos gibt’s dann über unseren voll coolen, neuen, leuchtenden Newsletter).

Exorcist II: The Heretic

Regie: John Boorman
Jahr: 1977

Wir geben es zu: Diesen Film haben wir auf die Liste gesetzt, weil wir ihn selber endlich nachholen eollen. John Boormans Fortsetzung zum Horror Meisterwerk The Exorcist wurde mehrfach als schlechtester Film aller Zeiten bezeichnet, doch immer mehr Stimmen verteidigen dieses Werk. Zeit also, zu schauen, warum das Filmmuseum diesem Film eine Bühne gibt und was man hier entdecken kann.

  • Mo, 28.02.2022 18:30

Habt ihr auch Lust, mit uns herauszufinden, ob Exorcist II nicht doch ein missverstandenes Werk ist? Wir verlosen 2×2 Tickets für das Screening am 28.2. (obligatorischer Hinweis auf unseren super, duper Newsletter).

La Cuccagna
(dt.: Das Schlaraffenland)

Regie: Luciano Salce
Jahr: 1962

Ein bisschen Bildung muss sein! Wie auch bei Festivals wie dem SLASH bitten wir die Veranstaltenden immer um einen persönlichen Tipp, der vielleicht von vielen übersehen werden könnte. Christoph Huber (bekannt als unser Go-To King Kong und Godzilla Experte) hat uns La Cuccagna ans Herz gelegt, mit folgender Empfehlung:

Die ersten Aufträge als Solo-Soundtrack-Komponist erhielt Ennio Morricone vom Ausnahmeregisseur, Autor und Schauspieler Luciano Salce, der ihn zuvor schon am Theater beschäftigt hatte. Der 1989 verstorbene Salce wurde außerhalb Italiens lange nicht beachtet und erst in den letzten Jahren als einer der genialen Satiriker der commedia all’italiana entdeckt. Beispielhaft dafür ist La cuccagna: Salces bitterböse Abrechnung mit den falschen Versprechungen des Wirschaftswundes der 1960er verschränkt zu Morricones Klängen subversive Gesellschaftskritik und surrealen Witz, der bis zum unvergesslichen Finale auf einem Truppenübungsplatz (mit Gastauftritt von Salce selbst als Oberst) gesteigert wird.

  • Mi, 19.01.2022 17:30
  • Do, 17.02.2022 18:30

The Hateful Eight

Regie: Quentin Tarantino
Jahr: 2015

Als letzten Film gibt es noch einen, der vielleicht keine Werbung braucht, aber uns persönlich viel bedeutet. Quentin Tarantinos 3-stündiges Kammerspiel in einer verschneiten Hütte beginnt mit einem atmosphärischen und langsamen Intro von Morricone, das man nicht in einem Western erwarten würde. Musikalische Themen von The Thing und The Exorcist II verleihen dem Film eine schaurige Atmosphäre und distanzieren das Werk von den Klängen, die man mit diesem Genre für gewöhnlich assoziiert. Es ist diese merkwürdige Mischung, die The Hateful Eight unter die Haut gehen lässt.

Wenn eine wichtige Persönlichkeit erst spät einen Oscar bekommt, handelt es sich oft um eine politisches Geste, bei der das Gesamtwerk eines Künstlers honoriert wird und weniger der aktuelle Film. Und natürlich war das auch bei Morricone der Fall als er für The Hateful Eight seinen ersten und einzigen (!) Oscar bekommen hat. Im Vergleich zu vielen anderen KünsterInnen muss sich dieses Werk nicht vor den restlichen Einträgen des Künstlers verstecken.

  • Mo, 07.02.2022 21:00
  • Do, 03.03.2022 21:00

Wir verlosen 2×2 Karten für The Hateful Eight am 3.3. (obligatorisches Hinweis auf unseren super, duper Newsletter).

Linksammlung

Noch mehr Infos zum Nachlesen und Nachhören:

  • Morricone Retrospektive
    Alle Spieltermine auf der offiziellen Website des Österreichischen Filmmseums
  • Friends of Flip the Truck
    Unser Newsletter mit allen Infos zur Kartenverlosung und weitere Flip the Truck Events wie etwa der Truckies Verleihung 2022
  • Godzilla Podcast mit dem Filmmuseum
    Christoph Huber vom Österreichischen Filmmuseum war zu Gast um mit uns über Godzilla und Mosnterfilme zu sprechen
  • King Kong Podcast mit dem Filmmseum
    Auch zu King Kong gab es letztes Jahr eine Podcast Retrospektive gemeinsam mit dem Österreichischen Filmmuseum
  • Kino der Sterne
    Unsere Star Wars Retrospetive – nicht nur für Star Wars Fans – wird ebenfalls das Österreichische Filmmuseum zu Gast haben. In der 8. Episode steht Akira Kurosawas Rashomon am Programm. Bis die Episode kommt, könnt ihr bereits viele andere spannende Filmdiskussionen nachhören.
Flipthetruck Verfasst von:

Die österreichische Plattform für Filmdiskussionen und Podcasts.

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